Die aktuelle Diskussion um die Finanzierung der Eingliederungshilfe wird maßgeblich von den steigenden Belastungen der kommunalen Haushalte geprägt. Länder und Kommunen verweisen im Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz vom 25.06.2026 auf die finanzielle Lage der Kommunen, den Grundsatz der Veranlassungskonnexität ("Wer bestellt, bezahlt") sowie die Notwendigkeit eines weitergehenden Standardabbaus.
Vor diesem Hintergrund enthält
das Empfehlungspapier des Dialogprozesses Eingliederungshilfe einen
bemerkenswerten Passus: Einerseits wird die grundsätzliche Anerkennung
tariflicher Entlohnungen ausdrücklich bestätigt. Andererseits sollen
Anpassungen bei der Refinanzierung geprüft und dabei Tarifsteigerungen im
öffentlichen Dienst (TV-L/TVöD) als Orientierung dienen.
In den inzwischen kursierenden
(nicht offiziell bekanntgegebenen) Änderungsvorschlägen zum SGB IX wird dieser
Gedanke konkretisiert. Künftig soll ein neuer § 38a SGB IX einen
Orientierungswert für Vergütungssteigerungen vorgeben. Tarifsteigerungen sollen
nur noch bis zu diesem Wert grundsätzlich als wirtschaftlich angemessen gelten.
Worum geht es und was bedeutet
es?

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