Das Jahr 2022 war gerade mal ein halbes Jahr alt, da gab es eine kleine Tarifrunde so mittendrin, die zu einigen Überraschungen führte. Man stelle sich nur kurz vor, wie sozialen Unternehmen, die als Leistungserbringer gerade dabei waren, die Vergütungen für das Kalenderjahr 2022 zu fixieren, mit diesem Ereignis konfrontiert wurden in der letzten Minute. Man stelle sich ebenfalls mal vor, wie die Leistungsträger in den Verhandlungsrunden darauf reagierten.
Weil noch vieles gar nicht wirklich vertraglich vereinbart
worden war, sondern nur als eine Art Absichtserklärung im Raum stand, wurden
die “vermuteten Auswirkungen” schlichtweg ignoriert und auf die nächsten Vergütungsverhandlungen
2023 verschoben (wie sich dann ein halbes Jahr später jedoch zeigte, wurde
sogar die Nachholung von manchen Leistungsträgern mit dem Hinweis auf diese Sache
mit der Prospektivität bestritten – aber das wäre ein anderes Thema).



